Und schon ist sie da – unsere dritte Tochter 💛 Sie landete hier auf der Erde in unseren Armen am Samstagabend vom 19. April 2025.

Gefühlt hat die Geburt bereits am Dienstag begonnen 😉 Am Dienstag und Mittwoch hatte ich schon bemerkenswerte Senkwehen und das Bedürfnis, mich in meiner Geburtshöhle ein-zu-igeln. Mein Kopf hatte sich zurechtgelegt, dass eine dritte Geburt ja nicht mehr sooo lange gehen kann wie die vorangehenden (gingen 48h und 14h). Er hatte dank den zahlreichen inspirierenden Reels, welche ich mir zur Vorbereitung fleissig angeschaut hatte, eine klare Idee, wie schnell diese Geburt gehen würde 😉 Ich würde noch merken, was für ein Einfluss das auf mich haben wird.

Ps. Leider hat der Kopf bei einer Geburt als allerletztes etwas zu sagen – allein das Baby und der Körper der Mama entscheiden und bestimmen.

Nach 2 Tagen in meiner Höhle ging es immer noch nicht gross weiter. Ich machte mir schon viele Gedanken, was ich denn anders machen müsste, oder zusätzlich noch… kurz, mein Gedankenkarusell machte mich etwas verrückt. Und dann sprach ich mit meiner Freundin und sie hatte den ultimativen und sehr nötigen (und liebevollen) Pep-Talk für mich, als ich mich wieder selber verunsicherte: „Jetzt ist aber genug! Du hast dich wunderbar vorbereitet, dein Körper kann das, du kannst das. Es kommt wenn es kommt, also geniess jetzt einfach noch diese Momente am Strand ohne darüber nachzudenken.“

Und das hat mich aus meinem Gedanken-Loop rausgeholt, danke Julia an dieser Stelle 🥰

Also ging ich wieder raus, gönnte mir Eiscreme, genoss die Momente am Strand und im Meer mit meinen Liebsten und vergass die Gedanken „dass es doch jetzt losgehen sollte/könnte/müsste“. Mein Kopf konnte Ferien machen.

Und nach weiteren 2 Tagen, am Freitagabend, merkte mein Körper, dass sich etwas veränderte. Die Reise ging los. Die ganze Nacht veratmete ich für mich die jetzt sehr regelmässigen Wellen, an Schlaf war nicht mehr zu denken 😉 Am Samstagmorgen frühstückten wir noch mit den Mädels, doch die Regelmässigkeit war jetzt betrachtlich. Alle 2 Minuten veratmete und vertönte ich Wellen. Die Mädels gingen also zu ihren Freunden zum Spielen, um 11 Uhr kam unsere Traditionelle Hebamme. Zusammen mit meinem Mann war sie jede Minute total liebevoll und präsent. Ich wurde versorgt mit Hühnerbrühe, Datteln, Zimttee, Wasser, seeehr wohltuenden Massagen während den Wellen und bestärkenden vertrauensvollen Worten. Und was bei dieser Geburt ganz anders war: ich brauchte meinen Mann für meinen Halt, so richtig dolle zum ranhängen während den Wellen. Bei den ersten beiden Geburten musste er vor allem den Raum halten und mit der älteren Tochter sein. Physisch war ich „nur“ mit der Hebamme. Doch bei dieser Geburt brauchte ich ihn so richtig, was ein wunderschönes Erlebnis für uns beide war 🥰

Auch während dieses Geburtstages merkte ich zwischendurch, wie stark mein Kopf war. Wenn ich nicht präsent blieb, flüsterte er mir zwischendurch kleine Sorgengedanken ein wie „Das müsste doch jetzt schneller gehen“, „Wieso geht das so lange?“, „Ich wünschte es wäre schon vorbei“… Und ich fühlte, wie diese Gedanken mir Kraft raubten, was sehr spannend war.

Zum Glück war meine Hebamme so im Vertrauen. Sie hielt mit einer Ruhe und Klarheit den Raum, sprach mir wenn nötig gut zu und verstärkte mein Vertrauen in meinen Körper. Der Schlüsselsatz, der mir am meisten geholfen hat war: „Die Geburt ist ein zeitloser Raum.“ Das hat meinen Kopf zufrieden und ruhig gestellt.

Und nachdem sie diesen Satz genannt hat, ging es plötzlich in die Pressphase. Als hätte ich endlich loslassen können. Und dann wusste ich, dass es nicht mehr lange gehen konnte 🤗 Diese Phase genoss ich nämlich bei jeder Geburt. Wenn der Körper von alleine diese unbeschreibliche Power aus sich herausliess und das Baby langsam rausschob – Magie pur. Meine Beine konnten fast nicht mehr stehen, eine andere Position wollte ich jedoch nicht einnehmen. Ich lehnte über dem Gymnastikball (der auf dem Bett stand), mein Mann stabilisierte den Ball und hielt meine Hände und mich fest – und so kam es, dass unsere dritte Tochter in diesem zeitlosen Raum das Licht der Welt erblickte. In unserem Apartamento auf La Gomera ☺️

We did it! 💛

Die Plazenta wurde gut 2 Stunden später geboren, war voll intakt und wunderschön. Wie unser Baby 🙂 Ich liebe diese ersten Minuten und Stunden nach der Geburt – der Zauber liegt in der Luft. Das Wissen, etwas Unglaubliches geleistet zu haben, die Erholung die sich der Körper nun holen darf und das Wunder welches auf einem liegt und seine ersten Atemzüge, Töne und Stillübungen macht. Die Welt weiss noch nicht was passiert ist, nur du und dein Mann – zusammen mit eurem Wunder💛Im eigenen Bett zuhause. Ich bin erfüllt von Dankbarkeit, dass ich meiner Intuition vertraut und gehört habe. Dass ich mich auf diese Art und Weise vorbereitet und nun dieses Erlebnis gemeistert habe.

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